Die Zeichen stehen auf Aufbruch: Ein neuer Referentenentwurf zur Weiterentwicklung des Präventionsgesetzes wird noch in diesem Jahr erwartet. Damit eröffnet sich eine wichtige politische Chance, Prävention in Deutschland endlich stärker im Gesundheitssystem zu verankern.

Für den Kneipp-Bund e.V. ist klar: Gesundheitsförderung darf nicht länger im Schatten der Krankheitsbehandlung stehen. Schon 2014 haben wir in unserem Plädoyer für Prävention gefordert, Prävention als vierte Säule des Gesundheitssystems zu etablieren.

Heute ist diese Forderung aktueller denn je. Denn echte Prävention beginnt im Alltag der Menschen – in Kitas, Schulen, Betrieben und Kommunen. Genau hier setzt die Kneippsche Lehre seit jeher an: ganzheitlich, lebensnah und wirksam.

Die Kneipp-Vereine und Kneipp-zertifizierten Einrichtungen leisten dabei einen zentralen Beitrag: Bundesweit tragen sie die Kneippschen Prinzipien in die Lebenswelten der Menschen, schaffen niedrigschwellige Angebote und stärken Gesundheitskompetenz vor Ort. Sie sind gelebte Prävention – und damit ein unverzichtbarer Bestandteil einer zukunftsfähigen Gesundheitsstrategie.

Diese Perspektive bringt der Kneipp-Bund aktiv in den politischen Prozess ein. Das Hauptstadtbüro wird die Entwicklung engmaschig begleiten – für eine starke, lebensweltorientierte Prävention.

Jetzt gilt es, die Weichen richtig zu stellen – für mehr Gesundheit, mehr Eigenverantwortung und eine zukunftsfähige Versorgung im Sinne Kneipps.

Jetzt ist der Moment, Prävention neu zu denken – und Gesundheit dort zu stärken, wo sie entsteht: mitten im Leben.